Unser Kurztrip nach Finnland und Estland begann – wie könnte es für uns Flughafenfreunde anders sein – am Flughafen Linz. Da alle überpünktlich am vereinbarten Treffpunkt erschienen, konnten wir unsere Reise nach Wien per Bus sogar 15 Minuten früher antreten. Trotz des Feiertags am 17. Mai (Christi Himmelfahrt) wurde am Skylink in Wien-Schwechat noch intensiv gearbeitet. Beim Einchecken am Finnair-Schalter kam es zu längeren Warteschlangen bzw. -zeiten, was aber nur von uns üblicherweise ausschließlich von Linz abfliegenden Passagieren registriert wurde.

von Wilhelm Hutwimmer

Pünktlich starteten wir um 11:15 Richtung Helsinki, wo wir um 14:40 landeten und von einer netten Reiseleiterin empfangen wurden. Dann stand eine Stadtrundfahrt am Programm. Wir besichtigten den Senatsplatz, den Dom, den Marktplatz und vieles mehr, doch der Höhepunkt war sicher der Besuch der atemberaubenden Felsenkirche.

Nach einem gemütlichen Abendessen verbrachten wir eine Nacht in Helsinki. Am Morgen des 18. Mai ging es nach einem ausgiebigen Frühstück ab zum Hafen, wo wir in die Fähre nach Tallinn eincheckten. Die zwei Stunden dauernde Fahrt verging im Nu, da es jeden erdenklichen Service gab. Wir schossen einige Fotos an Deck, wo eine starke Brise wehte und besichtigten die riesige Fähre, und schon war die Fahrt auf der Silja Line schon wieder vorbei.

In Tallinn angekommen, wurden wir wieder von einer freundlichen Reiseleiterin begrüßt und traten unsere zweite Stadtrundfahrt an. Tallinn, die Hauptstadt von Estland, welches seit 1991 unabhängig ist, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Sie ist zwar relativ klein, aber reich an Geschichte. Die komplette Altstadt Tallinns wurde zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Estland hat 1,3 Mio. Einwohner, davon leben ca. 400.000 in Tallinn. Nach der umfangreichen Stadtbesichtigung per Rundfahrt und Rundgang haben wir unser Abendessen im Hotel eingenommen. Da uns der Regen den abendlichen Stadtbummel vereitelte, genossen wir noch ein weiteres Glaserl Wein und tranken auf den schönen Reiseverlauf und die vielen positiven Eindrücke.

Am dritten Tag unserer Reise stand ein Ausflug zu dem 70 km entfernten Nationalpark Lahemaa auf dem Programm. Auf über 725 km² erstrecken sich wunderschöne Wälder, Wiesen, Hochmoore, Buchten, Museen und prachtvolle Gutshöfe. An unserem letzten Abend in Tallinn trafen wir uns im „Peppersack“. Dieses Restaurant befindet sich in der Altstadt Tallinns und versprüht mittelalterliches Flair. Das Essen mundete uns hervorragend und alle waren von der Showeinlage (Schwertkämpfer in mittelalterlichen Kostümen) begeistert. Natürlich ließen wir auch diesen Abend mit einigen Achterln Wein ganz entspannt ausklingen.

Der 20. Mai war leider schon unser letzter Reisetag – immer, wenn eine Reise schön ist, vergeht die Zeit viel zu schnell! Unsere Heimreise begann mit etwas Verspätung in Tallinn, doch dafür konnten wir in Helsinki ohne Wartezeit umsteigen und unsere Maschine nach Wien startete pünktlich. Auch in Wien konnten wir unsere Reise ohne unnötige Wartezeit per Riesen-Bus fortsetzen, in welchem wir dank unseres Reiseorganisators Dr. Dieter Anderle mit belegten Brötchen verwöhnt wurden.

Unser Busfahrer wurde von einem Mädchen begleitet. Auf meine Frage, warum sie uns zwölf Passagiere mit einem derartig großen Bus chauffieren, antwortete sie leise: „Wir fuhren ja eh mit einem kleinen Bus bis nach Ybbs, doch dann war die Kupplung defekt!“ Nur weil der Buschauffeur überpünktlich war und sein Chef sofort mit einem verfügbaren Bus nach Ybbs fuhr, ging es sich noch pünktlich nach Wien aus.

… Und so ging auch diese Panne für uns gut aus.

An diese schöne Reise werden wir uns alle gerne zurückerinnern!

Text & Fotos: Wilhelm Hutwimmer